Klimaanpassung in sozialen Einrichtungen

Kinder- und Jugendhilfeträger Johannesburg setzt auf Baumaßnahmen gegen Klimafolgen

Das Foto des Spatenstichs lässt Großes erahnen: Schon bald werden hier Bagger die Erde bewegen, um den Regenwasserkanal zu erneuern, das Gefälle des Geländes zu korrigieren, eine sogenannte Grabenaufreinigung durchzuführen und einen naturnahen Entlastungsgraben sowie ein Regenrückhaltebecken zu bauen. Es geht um ein Klimaanpassungsprojekt der Johannesburg GmbH aus Surwold.  Im Rahmen des Förderprogramms „Klimaanpassung in sozialen Einrichtungen (AnpaSo)“ hat die Einrichtung jetzt eine Förderzusage erhalten.

Der breit aufgestellte Träger der Kinder- und Jugendhilfe sowie der Beruflichen Bildung im Emsland bereut und fördert seit 1913 junge Menschen mit unterschiedlichen Hilfe- und Förderbedarfen. In den vergangenen Jahren wurde die Einrichtung wiederholt mit den Folgen klimawandelbedingter Starkregen- und Hochwasserereignisse konfrontiert. Insbesondere die Entwässerungssysteme konnten die in kurzer Zeit auftretenden großen Wassermengen nicht ausreichend aufnehmen. Dies führte unter anderem zu Überflutungen im Kellerbereich und zu Schäden an der Außeninfrastruktur.

Anpassung an veränderte klimatische Bedingungen

Ziel des Projektes ist es daher, wirksame und nachhaltige Maßnahmen zur Anpassung an diese veränderten klimatischen Bedingungen umzusetzen und so ein sicheres Umfeld für die hier  betreuten jungen Menschen und Beschäftigten zu gewährleisten. Im Mittelpunkt stehen insbesondere der Schutz vulnerabler Gruppen sowie der Infrastruktur. Das Bauvorhaben hat ein Gesamtvolumen von rund ca. 400.000 €, mit einem Eigenanteil von 100.000 €. Die Förderquote beträgt ca. 75 %.

Geplant ist eine Kombination aus technischen und naturbasierten Maßnahmen im hinteren Bereich des Hauptgeländes. Dazu zählen unter anderem die Teilerneuerung eines Regenwasserkanals, eine Grabenaufreinigung und Gefällekorrektur sowie der Bau eines naturnahen Entlastungsgrabens und Regenrückhaltebeckens. Die Maßnahmen basieren auf einem Klimaanpassungskonzept und leisten zugleich einen Beitrag zur ökologischen Nachhaltigkeit. Darüber hinaus soll das Projekt als modellhaftes Beispiel dienen und Impulse für andere soziale Einrichtungen geben.

Die Projektlaufzeit ist von Anfang Januar 2026 bis Ende Juni 2027 angesetzt. Die Umsetzung der Baumaßnahmen wird Ende 2026 starten. Aktuell befindet sich der Träger in der Planungs- und Genehmigungsphase. Das Projekt wird gefördert vom Bundesministerium für Umwelt, Klimaschutz, Naturschutz und nukleare Sicherheit (BMUKN) aufgrund eines Beschlusses des Deutschen Bundestages.

Infos zum Projekt erhalten Sie hier: Wiebke Ameling, Johannesburg GmbH, Burgstraße 1, 26903 Surwold, wiebke.ameling@johannesburg.de , Tel: 04965 – 891 294.

Auf dem Foto v.l.n.r.: Jörg Schmeedes (Bürgermeister der Samtgemeinde Nordhümmling), Antonius Richert (Ingenieurbüro Lindschulte), Wiebke Ameling (Projektmanagement Johannesburg GmbH), Christian Zumsande (stellv. Verwaltungsleitung Johannesburg GmbH), Annett Stindt (Geschäftsführerin Johannesburg GmbH), Marc-André Burgdorf (Landrat), Andreas Thomes (Bereichsleitung Kinder- und Jugendhilfe Johannesburg GmbH).

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