Die Caritas Ruhr-Mitte mit ihren Standorten in Bochum, Wattenscheid, Hattingen und Schwelm beteiligt sich an der Internationalen Gartenausstellung 2027 in der Metropole Ruhrgebiet.
Mit Schaufel, Gießkanne und Gummistiefeln rücken die Kinder des Caritas-Kindergartens Vierzehnheiligen in Bochum-Weitmar an. An ihrer Seite: Caritas-Gärtner Thomas Hagemann und ihre Erzieherinnen. Sie graben, pflanzen, gießen im Vorgarten der Einrichtung und lernen dabei, wie Natur wächst. Arbeit wird so zum Spiel, Spiel wird zur Erfahrung.
Die Aktion gehört zum Projekt „Klimabäume – Vereine pflanzen Zukunft“ des Regionalverbands Ruhr in Kooperation mit der IGA Metropole Ruhr 2027 gGmbH. Die Idee: Vereine sollen ihre Flächen ökologisch aufwerten – und zugleich Orte schaffen, an denen Kinder und Jugendliche Natur erleben.
Zu den 19 neuen Wildfruchtgehölzen kommen große Insektenhotels hinzu. Sie stehen an verschiedenen Standorten der Caritas Ruhr-Mitte und bieten Lebensraum – auch für Reptilien, Amphibien und Kleinsäuger. Finanziert wurden sie über das Förderprogramm „Umweltschecks“ des NRW-Umweltministeriums. Schon vor zwei Jahren beteiligte sich die Caritas Ruhr-Mitte an einer Klima-Aktion der Caritas Deutschland und brachte rund 30 Nistkästen und Insektenhotels an.
Solche Aktivitäten passen zur Nachhaltigkeitsstrategie der Caritas Ruhr-Mitte. „Die ökologische Aufwertung unserer Standorte ist uns wichtig“, sagt die Nachhaltigkeitsbeauftragte Petra Backhoff. Der Verband engagiert sich vor Ort auf vielfältige Weise für Klima- und Umweltschutz. Dazu gehören Photovoltaikanlagen auf Caritas-Gebäuden, eine CO₂-Bilanz, E-Fahrzeuge, Anreize für Job-Bikes und Job-Tickets sowie weniger Fleisch in Großküchen (pro Kilo Fleisch entstehen – je nach Sorte – zwischen sechs und hundert Kilo Kohlendioxid). Bei den PV-Anlagen erfolgt der kontinuierliche Ausbau durch eine Kooperation mit der BEG 58 (Bürgerenergie-Genossenschaft mit Sitz in Hagen). Zudem nutzt der Verband Förderprogramme, etwa Nachhaltigkeits-Auszeichnungen von Kitas. Auch Kleiderkammern und Reparatur-Cafés schonen Ressourcen und fördern ehrenamtliches Engagement. Moderne Varianten sind Kleidertauschpartys, wie sie etwa youngcaritas organisiert, die einen großen Zulauf haben.
Im Verband gibt es seit fünf Jahren ein „Greenteam“ aus Mitarbeitenden. Es setzt ökologische Impulse und stößt Projekte an. Seit 2021 trägt die Caritas das Label „Ökologisch und fair“ im Bistum Essen. Es wird an Institutionen vergeben, die Ziele in Ökologie, Nachhaltigkeit und sozialer Gerechtigkeit erreichen und weiterverfolgen. Zudem ist der Verband als GWÖ-Unternehmen (Gemeinwohl-Ökonomie) ausgezeichnet. Das bestätigt: Der Wohlfahrtsverband übernimmt ganzheitlich Verantwortung – sozial, gesellschaftlich und ökologisch. Für das kommende Jahr strebt der Verband eine Zertifizierung nach dem EU-Standard „EMAS“ (Eco-Management and Audit Scheme) an. Dieses System sieht externe Prüfungen und eine transparente Umwelterklärung vor.
Zum Bild:
Kinder des Kindergartens beim Einpflanzen der 19 Klimabäume mit Unterstützung von Caritas-Gärtner Thomas Hagemann. Foto: Caritas Ruhr-Mitte e.V.
Kontakt:
Petra Backhoff, Nachhaltigkeitsbeauftragte
petra.backhoff@caritas-ruhr-mitte.de