Der Deutsche Caritasverband hat gemeinsam mit der Diakonie Deutschland einen Antrag an die Nationale Klimainitiative (NKI) für ein Klimaschutzprojekt mit je 50 Pilotstandorten aus Caritas und Diakonie gestellt. Die Vorbereitungen laufen seit 2020, der Vorantrag war positiv beschieden worden, das Projekt sollte am 01. Juli 2022 mit dreijähriger Laufzeit starten.

Wie am Montag bekannt wurde, hat das Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz die Finanzierung für eine ganze Reihe “innovative Klimaschutzprojekte” gestrichen, wie am Montag bekannt wurde. Das bedeutet das Aus für unser gemeinsames Klimaschutz-Projekt. Betroffen sich auch weitere Organisationen.

„Wo Geld für einen Tankrabatt für alle ist, muss Geld für Klimaschutz im sozialen Bereich sein“

In einer gemeinsamen Pressemitteilung äußern wir heute gemeinsam mit den Kolleginnen und Kollegen der Diakonie unser Unverständnis über diese Entscheidung und bekräftigen unser Ziel, unsere Einrichtungen und Dienste klimaneutral zu machen. Zur Pressemitteilung im Wortlaut geht es hier.

Klimaschutz gelingt nur, wenn alle Bereiche mitgenommen werden. Wir sind ein ehrgeiziger Partner für den Klimaschutz und können einen direkten Beitrag leisten, um Emissionen in unseren Gebäuden und Diensten einzusparen. Und wir wirken daran mit, die Akzeptanz für Klimaschutzmaßnahmen vor Ort zu befördern!

Bei allem Verständnis für knappe Mittel angesichts vielfältiger Krisen: Es muss Geld für Klimaschutz im sozialen Bereich da sein! Andernfalls bleibt ein riesiges Potenzial für CO2-Einsparungen ungenutzt!

Aktualisierung – Stand 21.10.2022

Zu unserem Antrag an die Nationale Klimaschutzinitiative haben wir zwischenzeitlich eine positive Rückmeldung erhalten. Aktuell befinden wir uns wieder im Antragsstellungsverfahren, nachdem der Förderstopp durch die Lobbyarbeit aufgehoben worden ist.
Wir hoffen darauf, dass wir in der ersten Jahreshälfte 2023 starten können.